Freitag, 29. Juli 2005
... nein, nicht die am Auto oder am Fahrrad oder gar am Inline-Skate sind gemeint, sondern die fiesen, schmerzhaft stechenden weiblichen Exemplare der Familie Tabanidae.
Ich hatte mich auf die Gelegenheit für einen langen Lauf am Morgen gefreut. Aber obwohl ich einigermassen früh los kam (07:40 Uhr um genau zu sein), war es schon recht schwül. Und sobald ich in die lauf-typische Schweißschicht getaucht war, entdeckten mich die Bremsen am Wegesrand. Streckenweise war ich mehr mit der Flucht vor und der Jagd auf diese Biester beschäftigt als mit Laufen. Dennoch zog ich mir etliche schmerzhafte Stiche (der in die Wunden rinnende Schweiß trug erheblich dazu bei) zu.
Abgesehen davon war es ein schöner, angenehmer Lauf in Minimal-Puls-Tempo. Ich denke, dass ich bald die regelmäße lange Strecke noch ein Stück werde verlängern können. Heute fühlte ich mich nach 11 km in 1:31 h jedenfalls noch sehr wohl auf meinen Beinen.
Nachtrag: ... statt 11 km waren es (siehe Nachträge anderenorts) nur 10,2 km
Viel zu spät bin ich über Last.FM gestolpert.
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Dienstag, 26. Juli 2005
Nach dem Einlaufen wollte ich einen möglichst langen Abschnitt der 6,5 km Runde in einem möglichst hohen Tempo laufen. Derzeit habe ich meist so nach zwei Kilometern das Gefühl “warm” zu sein. Das dann angeschlagene Tempo konnte ich nur etwas mehr als 2 km halten. Den Rest der Strecke ließ ich es dann wieder ruhiger angehen und schon noch einige kurze Beschleunigungsläufe ein.
Als ich dann zuhause auf die Uhr schaute, begann ich an eine Verschwörung zu glauben. Egal, was ich auf der 6,5 km Runde anstelle, es werden immer 46 Minuten. (Von den Extrem-Schneck-Fällen mal abgesehen.)
Sonntag, 24. Juli 2005
puuuh. Das sitzen mir die 2,5 h Skaten (konzentrierte Technik-/Slalom-Einheit in einer Bremer Einkaufspassage mit gefliesten Boden … nett, sehr nett) von gestern Abend doch noch mehr in Knochen als ich vermutet hätte.
So wurde mein langsames Tempo noch langsamer und ich schneckte die 6,5 km in ganzen 53 Minuten, aber meine Unterschenkel-Muskulatur wollte einfach schneller. Dazu kam, dass es recht schwül und drückend war.
Donnerstag, 21. Juli 2005
Mitten im Sommer kehrte diese Woche der Herbst bei uns ein: 16 Grad; frischer, kräftiger böiger Wind und stark drohender Regen gaben mir die Gelegenheit, mich auf die Unbillen der kühleren Jahreszeit vorzubereiten. Bei dem Wetter war ein Lauf zur Mittagszeit kein Problem; und da die Zeit bis zum Nachmittagstermin beim Kunden es noch locker zuließ, wählte ich die schöne, ruhige, lange Strecke.
Nach zwei Kilometern mit heftigem Wind von schräg vorne stellte ich fest, dass eine Laufweste und eine etwas wärmere oder winddichtere (nicht unbedingt längere) Hose dringend auf die Einkaufsliste gehören.
Nach km 4 wechselte ich testweise vom “Niedrig-Puls-Trab” in ein etwas höheres Tempo, bei dem ich das Gefühl hatte, dass ich es dennoch für längere Zeit würde durchhalten können. Dieses “aus-dem-Bauch”-Tempo war gut gewählt, denn erwartungsgemäß kletterte mein Puls nach einiger Zeit zwar deutlich in die Höhe, pendelte sich aber auf gefühlte 80%-ige Belastung ein. Auch nach ca. 3 Kilometern in dem Tempo fühlten sich meine Beine zwar angestrengt an, aber der in den Beinen wohnende “genug-jetzt” Schweinehund blieb an der Kette. Und dort blieb auch bis 300m vor der Haustür.
Strecke: 11 km
Zeit: ca. 01:23 h
Der km-Schnitt lag damit bei ungefär 7:32 Minuten; das ist schonmal merklich schneller als mein Niedrig-Puls-Trab (>= 8:00 Minuten). Die ersten 4 bis 4,5 km war ich aber im Langsam-Trab unterwegs; damit ergibt sich für die schnelleren 6,5 bis 7 km eine Durchschnittszeit zwischen 7:08 Min. und 7:13 Min. Und welch Überraschung: das ist ungefär das Durchschnittstempo der letzten Läufe über die 6,5 km Strecke. Langsam, ... gaaanz langsam, lerne ich meinen Körper beim Laufen kennen. Trotzdem glaube ich, dass eine Pulsuhr ganz praktisch wäre, um Gefühl und objektive Messwerte miteinander abzugleichen.
Nachtrag: die Betrachtungen zur Geschwindigkeit sind leider hinfällig, da die Strecke tatsächlich nur 10,2 km lang ist … pfff. Na dann waren es halt 08:08 Min./km.
Montag, 18. Juli 2005
Den ganzen Tag war es schon schwül und drückend gewesen und zum Abend wurde es auch nicht besser: definitiv kein Wetter für großartige körperliche Anstrengungen.
Ich entschied mich für eine langsam gelaufene kurze Runde; mein Kreislauf dankte es mir.
Strecke: 6,5 km
Zeit: 00:55 h
Samstag, 16. Juli 2005
Heute wollte ich einmal versuchen, ob ich schon fit für ein dauerhaft zügiges Dauerlauftempo bin. Zu diesem Zweck wollte ich die 6,5 km Runde durchgägig in einem Tempo laufen, das einerseits merklich oberhalb meines Schneckentempos auf den längeren Strecken liegt, aber andererseits den Puls nicht in die Maximalzone schnellen lassen sollte.
Auf den ersten 3,5 km schien der Plan aufzugehen. Ich fühlte mich schneller als bei den langsamen Läufen und Beinen wie Puls ging es ganz gut. Aber dann signalisierten erst die Beine und dann ein steigender Puls recht plötzlich und deutlich, dass bald eine Gehpause notwendig sei. Die gönnte ich mir dann knapp 500 m später. Zwar versuchte ich auf den verbleibenden zweieinhalb Kilometern das Ursprungstempo wieder aufzunehmen, aber so recht wollte das nicht gelingen. Zwischen km 4,5 und 5,5 hielt ich dann nochmal die Beine mit eisernem Willen auf Tempo und kassierte dafür einen Puls bei gefühlten 90% der Maximalfrequenz. Den Rest trabte ich dann locker aus.
Strecke: 6,5 km
Zeit: 00:46 h
Lustig. Das ist (im Rahmen meiner derzeiten Messgenauigkeit, die durch Blicke auf die Küchenuhr beim Loslaufen und Wiederankommen beschränkt ist) exakt dieselbe Zeit wie beim letzten Lauf mit zwischen “sehr langsam” und “Sprint” deutlich variierten Tempi.
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