Donnerstag, 22. September 2005
Als wenn ich es vorgestern schon geahnt hätte, als ich mich kurzfristig dazu entschied, statt der anstehenden Tempo-Einheit lieber ein GA1/GA2-Fahrtspiel zu laufen. In den nächsten Tagen fällt das Laufen aufgrund einer plötzlich und heftig einsetzenden Erkältung aus. Mal schauen, ob ich bis Sonntag wieder so fit bin, dass ich zumindest einen Teil des langsamen, langen Laufes unter die Füße nehmen kann.
Dienstag, 20. September 2005
Ich habe zwar mein RDS immer noch nicht geeicht, aber seit einigen Tagen habe ich das Digitale Messtischblatt für NRW im Haus, so dass ich meine Laufstrecken mit (hoffentlich) hinreichender Genauigkeit ausmessen kann.
Das gibt mir die Gelegenheit, mein Fahrtspiel von heute vormittag in all seiner Langsamkeit zu dokumentieren:
|
|
Zeit
|
Km
|
Zeit/km
|
Puls
|
%-hfMax
|
|
1
|
04:01,80
|
0,65
|
06:13,72
|
143
|
76,88
|
|
2
|
06:35,06
|
1,04
|
06:20,96
|
151
|
81,18
|
|
3
|
02:19,81
|
0,39
|
05:58,49
|
157
|
84,41
|
|
4
|
08:32,07
|
1,14
|
07:28,79
|
140
|
75,27
|
|
5
|
09:09,75
|
1,48
|
06:11,96
|
160
|
86,02
|
|
6
|
11:51,00
|
1,67
|
07:06,77
|
148
|
79,57
|
|
7
|
00:04:59
|
0,79
|
06:19,44
|
161
|
86,56
|
|
8
|
12:57,00
|
2,2
|
05:52,54
|
168
|
90,32
|
|
Ges.:
|
01:00:25,49
|
9,35
|
06:27,71
|
154
|
82,8
|
Dazu kommen dann noch einige hundert Meter Ein- und Auslaufen am Beginn und am Schluss der Runde. Unser Wohngebiet findet sich jedoch noch nicht im Kartenmaterial wieder, so dass ich als Referenzpunkt für die Messungen die erste Kreuzung auf der Standardrunde gesetzt habe.
Die Zeit- und Streckenangaben der auf schnell gelaufene Abschnitte folgenden Abschnitte enthalten die Erholungsphasen / Gehpausen, die ich so lang werden lasse, bis der Puls wieder zwischen 120 und 130 eingetrudelt ist.
Die Angaben in der Spalte %-hfMax beziehen sich auf einen Maximal-Puls von 186. Das ist jedenfalls der höchste Wert, den ich im Rahmen eines Intervalltrainings mal gemessen habe. Der tatsächliche Wert dürfte also noch etwas höher liegen; ich glaube allerdings nicht, dass das die Größenordnung verändern könnte.
Fazit: “kaputt” und “zufrieden”. Auf den letzten Abschnitt bin ich einigermaßen stolz; so lange konnte ich bisher weder ein derartiges Tempo noch diesen Durchschnittspuls halten. Nachdem ich mit der allgemeinen Entwicklung meiner Ausdauer schon seit langem recht zufrieden bin, komme ich auch meinem Ziel 10 km in “Sub 60” langsam näher.
Sonntag, 18. September 2005
Bei wunderbarem Spätsommer-Wetter machte ich mich heute nachmittag auf, um den langen Lauf der zu Ende gehenden Trainingswoche zu absolvieren. Nach den letzten beiden Läufen hegte ich keine großen Erwartungen. Und wie erwartet begann der Lauf mit Zipperlein in der rechten Wade, schlechtem Rhythmus und dem Gedanken, vielleicht doch besser nur eine langsame Standardrunde zu laufen.
Ich beschloss das alles zu missachten, lief noch’n Tick langsamer und beschloss, nun erst einmal frische Luft und Sonne zu genießen.
Nach viereinhalb Kilometern lief es inzwischen so rund, dass ich ohne weitere Zipperlein und Einbrüche befürchten zu müssen von der “Standardrunde” abzweigte: neue Laufwege wollten erkundet werden. Jeder Wirtschaftsweg hat ein Ende und so musste ich zwischendurch knapp 500 m entlang einer Kreisstraße ohne Rad-/Fußweg laufen, bis wieder ein kleinerer Weg in die passende Himmelsrichtung abzweigte. Der stieß dann zwar irgendwann auf die B54, aber dank baulich getrenntem Fußweg läuft man recht ungestört. Über einen Teil der kürzlich beschriebenen ersten Verlängerungsschleife fand ich wieder auf bekanntes Terrain zurück.
Knapp 2 km von der heimischen Haustür (hinter der mich eine wunderbar heisse Dusche erwartete) entfernt versuchte ich, ob meine Beine einem “mach mal schneller”-Befehl noch gehorchen würden. Interessanterweise funktionierte die Temposteigerung tatsächlich; nach etwa 800 m brach ich den Versuch ab und fiel in den “langer Lauf”-Trott zurück.
Strecke: 15 km
Zeit: 01:56 h
Freitag, 16. September 2005
Der Herbst ist da. Seit gestern herrscht graues, kühles, trübes, regnerisches Wetter im Münsterland. Der Regen hatte auch über Nacht nicht aufgehört.
Zwar sollte es laut Wettervorhersage ab mittags aufklaren, aber die Aussicht auf einen weiteren Lauf im Trockenen, aber Dunklen konnte mich auch nicht begeistern. Also wies ich zum ersten Mal ganz bewusst den Schweinehund in seine Grenzen und zog trotz strömenden Regens Shorts, T-Shirt und Laufschuhe an. Aus der Haustür tretend erwartete mich nur noch ein leichter Nieselregen, so dass immerhin keine Schwimmbewegungen notwendig waren.
Guten Mutes war ich gestartet, doch der verließ mich schon bald wieder. Es geschah mehr oder weniger dasselbe wie vorgestern: hoher Puls schon beim Einlaufen, Kurzatmigkeit, kein Biss in den Muskeln. Da ich eh die Standardrunde in normalen Tempo laufen wollte, missachtete ich den hohen Puls (es heißt schließlich Herzfrequenz-Monitor und nicht Tempogeber …) geflissentlich. Trotz diverser Tempo-, Schrittfrequenz- und Schrittlängenvariationen fand ich keinen “runden Schritt”. Laufen. Laufen. Gehpause. Die ersten 4 bis 5 km konnte ich kaum mehr als 600 bis 800 m am Stück laufen, bevor ich meinte, mich wieder einer Gehpause hingeben zu müssen. Die Strecke von ca. km 7 bis km 8,5 zwang ich mich zu einem sehr kurzen Schritt mit recht hoher Frequenz (wenig Abdruck nach vorn; vorder Fuß setzt senkrecht unter dem Körper wieder auf); das ging schon etwas besser und ich lief die 1500 m unter leichtem “Beißen” durch. Ich wollte allerdings auch nach hause; der Regen war nach kurzer Unterbrechung wieder stärker geworden und auf den letzten Kilometern wurde ich heftig und ziemlich kalt geduscht.
Etwas überrascht war ich über die Zeit. Gestoppt hatte ich über eine Strecke von 9,4 km (Gesamtstrecke knapp 11 km, abzgl. Ein- und Auslaufen) 01:03 h; eine Zeit, die gar nicht so sehr nach nicht gefundenem Rhythmus und häufigen Gehpausen aussieht. Deuten kann / mag ich das noch nicht. Der Verdacht liegt nahe, dass ich unbewusst (bzw. sogar gegen meinen expliziten Willen) viel zu schnell angegangen sein könnte. hmm. Mal sehen, was Samstag oder Sonntag beim langen (sprich zeitlich ausgedehnten) Lauf passieren wird.
Mittwoch, 14. September 2005
... kommt auch bei mir schon mal auf. Ich habe zwar seitdem ich regelmäßig laufe eigentlich noch nie großartig mit dem Schweinehund gerungen (das wird sich in der feucht-kalten Jahreszeit sicher noch ändern …), aber ich finde es recht deprimierend, wenn aus heiterem Himmel plötzlich “nichts mehr geht”. Heute war so ein Tag.
Den ganzen Tag fühlte ich mich fit und freute mich auf der Heimfahrt auf’s Laufen. Die Vorfreude sollte dann aber das schönste an diesem Laufabend bleiben. Schon beim Einlaufen fülte ich mich nicht recht wohl: der Puls schnellte hoch, die Beine wurden schwer, ich fand keinen rechten Rhythmus. Das wurde auch während der ganz Warmlaufphase (20 Minuten; bewusst sehr langsames Tempo) für die geplanten Kurzintervalle nicht besser. Dementsprechend schlecht liefen die Belastungsphasen; ich kam viel zu schnell außer Atem und die Muskeln wollten kaum länger als ‘nen kurzes Minütchen durchhalten. Zur Krönung des ganzen sammelte sich ständig Luft im Magen, ... sehr unangenehm. Ich quälte mich durch ein paar super kurze Belastungsphasen und trottete dann – von Gehpausen unterbrochen (sic!) – nach hause.
Strecke: 6,5 km
Zeit: knapp 45 Minuten
Sonntag, 11. September 2005
Es wird Herbst – ohne jeden Zweifel. Entweder ich schaffe mir baldmöglichst eine Stirnlampe an (mit der ich mir nun wirklich völlig dämlich vorkäme), oder ich kann abendliches Laufen aus dem Programm streichen. Ich bin gegen 20:30 Uhr losgelaufen; da war es – bei zugegebenerweise sehr bedeckten Himmel – schon ziemlich dämmrig. Nur gut, dass ich über bekannte Wege lief und ein langer, langsamer Lauf an der Reihe war. Ab 21:00 Uhr war es dann doch schon sehr dunkel und auf Abschnitten, die beidseitig von Bäumen gesäumt sind, fülte ich mich dann wie es in der Überschrift steht. An schnelles Laufen war nicht zu denken. Dabei juckte es so richtig in den Beinen, zumindest ein klein wenig schneller zu laufen. Ich fühlte mich gemeinsam mit meinen Beinen so richtig gut; es lief “rund” und Puls und Atmung blieben wunderbar ruhig. Der Puls blieb während der kompletten 01:35 h (12 km) so ruhig, dass sich ein Durchschnitt von 135 ergab.
Donnerstag, 8. September 2005
Die 10 km Runde war heute dran. Eigentlich wollte ich mir nach dem Intervalltraining zwei Tage Pause gönnen, aber das hätte mir den Laufplan bis in die kommende Woche hinein durcheinandergewirbelt.
Beim Einlaufen waren die Beine zwar der Meinung, dass Laufen eine prinzipiell schlechte Idee sei, aber nach zwei Kilometern lief’s schon schön rund. Währenddessen und auch während des kompletten Laufs blieb der Puls einige Schläge pro Minute langsamer als sonst auf der “normal schnell” gelaufenen Strecke. Die Steigerung der Pulsfrequenz setzte zudem ebenfalls recht spät (erst ab ca. 8 km) ein. Die Zeit war unter diesem Gesichtspunkt mit knapp 01:15 h sehr zufriedenstellend.
|