Nachdem die windpockenden Kinder versorgt waren und es draussen langsam aber sicher kühler wurde, bin ich dann doch noch für eine kurze Stunde ‘gen Slalom-Parkplatz aufgebrochen. Immerhin war es immer noch so warm, dass ich bereits nach dem Anziehen der Skates von einem dünnen Schweißfilm bedeckt war.
Die Becherreihe habe ich (nach der sonntäglichen Umstellung von 11 auf 16, was mir irgendwie zu lang erschien) mit 14 Bechern bestückt. Ich glaube, damit werde ich für die nächste Zeit gut klar kommen.
Miriam (ebenso wie ich erst seit April in Sachen Slalom unterwegs, aber mit deutlich besseren Trainingsfortschritten …) berichtete kürzlich von ihren ersten Versuchen mit “nur noch” 80 cm Abstand zwischen den Bechern. Das musste ich also auch mal ausprobieren.
Da ich auf “meinem” Trainingsplatz keine farblichen Markierungen anbringen möchte und (wie schon andernorts angemerkt) zu faul bin, ein Maßband mitzuschleppen, ergab sich bei der Verteilung von 3 Bechern auf die Breite einer Parkbox ein pragmatischer Becherabstand von ca. 85 cm.
Das Ergebnis des ersten Durchlaufs (Monoline): viele fliegende Becher und ein fast vollständiger Neuaufbau der Becherlinie. :-/ Man glaubt gar nicht, wie kurz 85 cm sind. Mit Blick auf die engen Abstände frage ich mich, wie es möglich sein soll, durch mit 50 cm Abstand aufgebaute Becher zu navigieren.
Ok, ok, nur nicht entmutigen lassen; ich bin ja ein lernwilliger Anfänger. Also ein nächster Versuch. ... Und wieder hieß es, 8 von 14 Bechern neu aufzustellen. Ich beschloss, dass die Monoline derzeit noch nicht für 85 cm Abstand gut sei. Ich befürchte, dass ich zunächst lernen muss, die Bewegungen der beiden Füße stärker voneinander zu entkoppeln. (Grummel, ... dann kann ich ja gleich “die Wave” lernen …)
Ich versuchte mein Glück im weiteren Verlauf dann “einbeinig”. Das sollte rein theoretisch besser klappen, da mir hierbei der Becherabstand von 1,25 m manchesmal schon fast zu groß erschien. Und so war es denn auch. Selbstverständlich stieben auch jetzt Becher nach links und rechts und ich überschlug den einen oder anderen Becher, aber das fühlte sich schon besser an und wurde mit steigender Anzahl von Durchläufen auch immer besser. Der krönenden Abschluß des Abends war eine wirklich lockere, fehlerfreie Fahrt auf dem rechten Skate: guter Rhythmus, lockeres Fußgelenk, gutes Gleichgewicht, tolles Gefühl!
(besonders, da “rechts” beim einbeinigen Fahren meine klar schlechtere Seite ist)